Reiseberichte der Familie Unterwurzacher

Schweiz

Osterreise – 09.04. bis 17.04.2022

Gesamtroute 09. bis 17. April 2022

Die Route unserer Reise nach Südfrankreich ...

Gesamtroute:

Kuchl (A) – Bregenz – Huttwill (CH) – Alberswil – Luzern – Rosenlaui – Lauterbrunnen – Grindelwald – Saas-Fee – Zermatt – Colmar (F) – Kuchl (A) – 2077 km

VORWORT

Ziemlich kurzfristig haben wir uns zu Ostern für eine Kurzreise in die Schweiz entschlossen. Da wir uns ja schon für unsere heurige Reise nach Südfrankreich eine Autobahnvignette für die Schweiz zugelegt hatten und ich ein extrem sparsamer Mensch bin, dachte ich, wir nützen die Vignette und besuchen unser Nachbarland Schweiz.

Eigentlich ist dieses gebirgige Land prädestiniert für eine gemeinsame Reise mit unseren Freunden, den Bocheis Heidi und Sepp. Wir haben schon oft darüber gesprochen. Aber Sepp hatte wieder einmal etwas anderes zu Ostern geplant (Bergsteigen auf die 4000er der Schweiz …) und dann hat er sich leider vorher verletzt und so kurzfristig, wie wir nun einmal sind, ging sich das nicht mehr aus … 

So – nur weil ich sehr sparsam bin, dürften wir eher nicht in die Schweiz fahren. Aber – ich wollte schon immer die beeindruckende Bergwelt von Eiger, Jungfrau und Matterhorn sehen – also – ohne viel Vorbereitung ab zu den Eidgenossen …

Daten:
– Österreich: 8,97 Mio. Einwohner, 83.882 km2 Fläche, 107 Einwohner/km2, Wien;
– Schweiz: 8,63 Mio. Einwohner, 41.285 km2 Fläche, 208 Einwohner/km2, Bern;
– Frankreich: 67,80 Mio. Einwohner, 632.733 km2 Fläche, 123 Einwohner/km2, Paris;
– Deutschland: 83,23 Mio. Einwohner, 367.588 km2 Fläche, 233 Einwohner/km2, Berlin;

Reisevorbereitung:
– So wenig, wie selten zuvor – eigentlich nur ein paar Recherchen im Internet …

Tag 1
SA. 09.04.2022
Vormittag: Aprilwetter + 15° C
Nachmittag: Aprilwetter + 16° C
Abfahrt: 12:00 Uhr - Ankunft: 19:05 Uhr
Reisezeit: 05 Stunden 05 Minuten
Kuchl (A) - Bregenz
0 - 359 km
Richtiges Aprilwetter ...

Obwohl morgen mit dem Palmsonntag die Osterwoche 2022 beginnt, hält sich der Verkehr halbwegs in Grenzen. Wir fahren bei richtigem Aprilwetter über die Autobahn München nach Bregenz. Ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht: Wir haben schon wieder 15.000 Kilometer auf unser neues Bürsnter-Wohnmobil raufgespult, mit dem wir seit 2021 unterwegs sind.

In der Vorarlberger Hauptstadt Bregenz wollen wir uns einen Übernachtungsplatz suchen, wir stellen das Womo am Parkplatz der Seebühne ab und machen vorerst einmal einen Spaziergang zum Ufer des Bodensees …

Herrliche Abendstimmung am Ufer des Bodensees ...

Zwischengeschichtl – Wohnmobilfreundlich …

Als ich auf der Autobahn die Ausfahrt nach Bregenz sah, dachte ich mir: In der Hauptstadt von Vorarlberg war ich schon lange nicht mehr, ein wenig Spazierengehen, die Stadt anschauen, ein gutes Lokal finden und dann gemütlich übernachten – irgendwo werden wir schon ein geeignetes Plätzchen finden. Aber anscheinend ist das für ein Wohnmobil gar nicht so einfach. Auf den diversen Apps werde ich nur außerhalb der Stadt fündig aber im Zentrum – dort wo ich eigentlich hinwill – sucht man ergebnislos …

Ich kann es nicht glauben und fahre trotzdem in die Stadt, parke am Riesenparkplatz bei der Seebühne, zahle am Automaten bis morgen in der Früh – schaue mich in der Nähe des Automaten noch um, ob eh alles erlaubt ist – und dann machen wir uns auf, um die Abendstimmung für einen Spaziergang zum Bodensee zu nutzen …

Als wir vom Spanziergang zurück kehren, sehen wir schon von weitem einen eifrigen Securitiy-Mann um die Autos schweifen. Als wir zum Parkplatz laufen – wir kommen jetzt von der anderen Seite, als wie bei unserer Ankunft, sehen wir auch ein Park- und Halteverbot für Wohnmobile und Fahrzeuge mit Anhänger – Shit !!!

Der Securityangestellte – ein netter Vorarlberger – bedauert, leider hat er das Strafmandat schon ausgestellt und das kann er nicht mehr zurück nehmen, auch wenn wir jetzt gleich wieder wegfahren würden. Er erklärt uns, dass hier in der Umgebung alle Parkplätze nicht nur für das Übernachten – sondern auch für jegliches Halten- und Parken von Wohnmobilen gesperrt sind. Auf die Frage, wo man denn Parken könnte, um die Stadt zu besichtigen, hat der nette Mann leider auch keine Antwort. Wohnmobile sind anscheinend in Bregenz generell nicht gerne gesehen. 

Dabei wäre es für die Stadt relativ einfach: Überall stehen Parkautomaten und die müsste man wohl so programmieren können, dass Wohnmobile zu einem angemessenen Preise zumindest Parken oder sogar für eine Nacht stehen bleiben könnten – wir würden die Gebühr dafür gerne zahlen.

Ein bisschen ärgern tu ich mich jetzt aber schon: Nicht über den netten Securityangestellten, der nur seine Arbeit macht, nicht über das zu erwartende Strafmandat – da bin ich selber schuld, dass ich nicht genauer geschaut habe – aber über die Verantwortlichen in der Stadt Bregenz, die so etwas von unfreundlich und ungastlich gegenüber den Wohnmobilreisenden sind – die ja auch, wie andere Touristen die berühmte Festspielstadt besuchen wollen und auch Geld dalassen würden …

Mit ein bisschen Wut im Bauch will ich das Wohnmobilfeindliche Bregenz sofort wieder verlassen – aber der wirklich nette (ich kann es nicht oft genug erwähnen …) Securityangestellte gibt mir den Tipp, doch über Nacht stehen zu bleiben! Auf meine etwas verwunderte Nachfrage, erklärt er mir, dass man wegen solch einem Delikt innerhalb einer gewissen Zeit nicht zweimal belangt werden kann. Ich soll den ausgestellten Strafzettel hinter die Windschutzscheibe legen, die ca. € 20,– Bußgeld als Übernachtungsgebühr sehen und einen netten Abend in Bregenz verbringen …

So geht es also auch – aber trotzdem mein Tipp an die oberen Herren und Damen von Bregenz: Vielleicht werdet ihr dem Image der netten Vorarlberger auch einmal gerecht, schöpft das Geld nicht nur von den reichen Festspielgästen sondern heißt auch die Wohnmobiltouristen in eurer schönen Stadt herzlich willkommen – Euch würde es gut stehen und uns und eurer Wirtschaft würde es sicherlich sehr freuen und gut tun …

Nicht einmal das Halten- und Parken ist hier am Riesenparkplatz der Bregenzer Seebühne erlaubt …

Gutes Abendessen im Gasthaus Kornmesser ...

Nach der kleinen aber ägerlichen Aufregung spazieren wir ins nicht allzu weit entfernte Zentrum von Bregenz. Es ist zwar nicht sehr viel los in der noch frühen Abendstimmung, aber wir fühlen uns beim Schlendern durch die Fußgängerzone wohl.

Zuerst die wunderschöne Sonnenuntergang am See und jetzt die vielen schönen Geschäfte, deren Besuch am Tag sicherlich lohnend wäre und die vielen Einkehrmöglichkeiten – man könnte öfters nach Bregenz kommen, wenn da nicht die Wohnmobilfeindlichen Stadtoberhäupter wären …

Wir ergattern – auch ohne Vorbestellung – sogar noch einen Platz im Gasthaus Kornmesser. Hier sieht man, was Gastfreundlichkeit bedeuten kann: Das Personal ist äußerst freundlich – trotz voller Auslastung, das Essen zwar nicht ganz günstig aber vorzüglich und so findet der Abend auch für uns noch einen zufriedenen Ausklang, bevor wir in unserem Wohnmobil die innere Ruhe wieder finden …

Naja, ganz ruhig ist es nun auch wieder nicht – im Festspielhaus findet wohl der Abschlussball einer Schule statt und der Parkplatz ist bummvoll und es dauert auch bis in der Früh, dass er sich wieder leert – Das Ganze stört uns aber nicht sonderlich …

Parkplatz Seebühne Bregenz
HALTEN UND PARKEN FÜR WOHNMOBILE UND FAHRZEUGE MIT ANHÄNGER VERBOTEN!!!
Tag 2
SO. 10.04.2022
Vormittag: Bewölkt + 10° C
Nachmittag: Bewölkt + 12° C
(Jahres-Autobahnvignette Schweiz - € 39,--)
Abfahrt: 10:15 Uhr - Ankunft: 19:10 Uhr
Reisezeit: 08 Stunden 55 Minuten
Bregenz (A) - Alberswil - Hutwill - Luzern
359 - 604 km (245 km)
Nicht nur Wohnmobilisten finden die Schweiz interessant ...
Schöne historische Bauten wechseln sich mit nicht so schönen Bauten ab ...

Trotz der Feierlichkeiten in der Nacht verhielten sich die Jugendlich zivilisiert und so können wir am heutigen Sonntagsmorgen – gut ausgeschlafen – das Frühstück genießen.

Wir beraten uns nebenbei über die weitere Route unsere Schweiz-Reise. Da der Wetterbericht erst für Mitte der Woche besseres Wetter verkündet, beschließen wir, zuerst nach Hutwill zu fahren. Wir haben uns erst vor kurzem E-Bikes zugelegt und wollen der entsprechenden Produktions-Firma morgen einen Besuch abstatten.

Der Grenzübertritt in die Schweiz verläuft ohne Probleme. Nach ein paar Kilometer Autobahn verlassen wir diese und erkunden auf Landstraßen das Land. Hier beobachten wir teilweise richtig schöne Dörfer aber noch relativ wenig hohe Berge. Es fallen uns aber viele – eher wenig schöne – Betonbauten auf. An den Seen, an denen wir vorbei kommen, sind die Flächen oft völlig mit weniger schönen Hotels und „Wohnsilos“ verbaut.

Wir passieren Ortschaften mit eher ungewöhnlichen Namen, wie z.B. „Zug“ oder „Rotkreuz“. Als wir ein Hoffest in der Nähe von Alberswil erspähen, beschließen wir spontan einen Besuch. Wir führen spontan eine Käseverkostung durch und freuen uns über den Erwerb von diverse Biokäse- und Schokoladespezialitäten. Dafür ist ja die Schweiz unter anderem sehr bekannt und wir können den guten Geschmack von beiden nur bestätigen. Anschließend besuchen ein Landwirtschaftsmuseum und eine schöne Kirche.

Vor einiger Zeit veröffentlichten Steffi & Lui – eine der momentan so vielen Vanlifer auf Youtube – ein Video über den Besuch der Schweizer Radfirma Flyer und dass man auf deren Firmengelände übernachten kann. Genau das hatten wir auch vor und morgen sollte dann ein Besuch in der Firma folgen …

Leider gibt es in Wirklichkeit diesen Stellplatz nicht mehr und das wurde auch im Internet kommuniziert. Leider nicht auf der Homepage von Flyer, denn dann hätten das sogar auch wir mitgekriegt.

Auch ein anwesender, deutscher Wohnmobilkollege erzählt uns von der Schließung des Stellplatzes auf Grund vieler neuer Mitarbeiter und weil deshalb der ehemalige Stellplatz als Parkplatz für die Mitarbeiter dient. Nebenbei erzählt der nette Mann uns dankenswerter Weise seine gesamte, persönliche Geschichte über seinen Ankauf der Flyer-Produkte und deren negativen wie positiven Folgen …

Nach gut einer Stunde verlassen wir wohl informiert  das Gelände und fahren retour in Richtung Luzern, wo wir über park4night einen geeigneten Stellplatz zum Übernachten gefunden haben. 

Auf der Fahrt zum Vierwaldstättersee erleben wir wieder einige Gegensätze. Wir bestaunen rauf der einen Seite richtig alte Holzgebäude, die aus dem vorigen Jahrhundert stammen könnten und auf der anderen Seite stören große Firmen mit Rauchsäulen das jetzt immer mehr werdende, idyllische Bergpanorama.

Fast direkt neben dem Vierwaldstättersee – nicht weit weg von Luzern -werden wir fündig. Nachdem ich fünf Mal die Gegend kontrolliert habe, ob eh alles erlaubt ist und ich nichts Gegenteiliges gefunden habe, machen wir es uns gemütlich, spazieren zum See, schauen den Skateboard-Fahrern zu (die sich aber bei Dunkelheit verabschieden) und genießen das schöne Wetter am Abend …

Firma Flyer in der Nähe von Huttwill ...
... leider ...
... ehemaliger Stellplatz bei der Firma Flyer ...
Parkplatz Skatepark Tribschen
Ca. 30 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum, öffentliches WC beim Richard-Wagner-Museum
Parkgebühr € 6,40
CH-6000 Luzern, Warteggstraße
GPS: N 47,04115° O 8,32751°
Tag 3
MO. 11.04.2022
Vormittag: Sonnig + 14° C
Nachmittag: Sonnig + 16° C
Stadtbesichtigung Luzern
Beginn: 08:45 Uhr - Rückkehr: 14:10 Uhr
Ausflugszeit: 5 Stunden 25 Minuten
Weiterfahrt nach Grindelwald
Abfahrt: 14:20 Uhr - Ankunft: 19:00 Uhr
Reisezeit: 4 Stunden 40 Minuten
Luzern - Rosenlaui - Lauterbrunnen - Grindelwald
604 - 755 km (151 km)
Luzern
Spazierweg entlang des Vierwaldstättersees nach Luzern ...

Von unserem Übernachtungsplatz am Vierwaldstättersee geht es zu Fuß zuerst hoch zum Richard-Wagner-Museum (öffentliches WC) und dann entlang des Sees wunderschön und direkt – in nicht ganz 30 Minuten  – nach Luzern – eine schöne Stadt. Den Hafen entlang und schon beim Bahnhof bemerken wir, Luzern ist eine quirlige Großstadt (ca. 82620 Einwohner) aber mit Charme.

Wir schlendern durch die Stadt, besuchen die Kapell- und Spreuerbrücke, bewundern die hübschen Holzmalereien, steigen rauf zur Hofkirche und suchen uns dann zwischen den alten Häusern in den Gassen ein nettes Lokal …  

Luzern heißt uns Willkommen ...
Über den Lungerer-See fahren wir in Richtung Rosenlaui ...
Rosenlaui

Nach dem Mittagessen spazieren wir wieder „heim“ zu unserem Wohnmobil. Luzern hat uns ausgezeichnet gefallen.

Weiter geht danach die Fahrt entlang des Vierwaldstättersees über den Samersee und weiter zum Lungernersee. Die Schweizer haben ziemlich viele Seen, das habe ich mir gar nicht so gedacht. Was uns aber auch auffällt, viele der Seen sind äußerst verbaut, noch mehr als bei uns mit teilweise gar nicht schönen Betonbauten, die so gar nicht zum meiner Vorstellung von der Schweiz pass …

Aber natürlich gibt es auch schöne Seen, schöne Landschaften und schöne Sehenswürdigkeiten und eine solche wollen wir uns jetzt ansehen. Die Fahrt soll uns nach Rosenlaui führen – nicht nur das angeblich kleinste Dorf in der Schweiz sondern das ganze Tal und die berühmte  Gletscherschlucht sollen sehr sehenswert sein …

Enge Straßen und Schnee …

Großer Parkplatz und auch Platz zum Umdrehen

Zwischengeschichtl – Schlechte Vorbereitung …

Ich hatte schon erwähnt, dass wir unsere Reise in die Schweiz relativ kurzentschlossen und ziemlich unvorbereitet unternommen haben. Stimmt nicht ganz: Ich habe ein VanLife-Video gesehen, die die Gletscherschlucht von Rosenlaui zeigt. Die VanLifer schießen ja momentan wie Schwammerl (Pilze) aus dem Boden und meistens beginnen diese YouTuber ihre mehr oder weniger gut gemachten Videos mit den Worten: „Wir sind Chantal und Karl-Heinz-Xaver von drunterunddrübermitendurcheuropa.com und reisen mit unserem selbstausgebauten Kastenwagen durch ganz Vorarlberg ,,, (oder so ähnlich …)“

Ich folge gerne vielen dieser Youtuber, einfach weil sie meistens nett sind und so schöne Reiseberichte machen, die mir dann auch als Inspiration für unsere eigenen Reisen dienen. 

Jetzt habe ich also dieses Video über die Gletscherschlucht in Rosenlaui gesehen und mir gedacht, da möchte ich auch hin. Dabei habe ich aber bei meinen Überlegungen zwei Fehler gemacht: Erstens fuhren die Hauptdarsteller mit einem VW-Bus ins Rosenlaui-Tal und nicht mit einem 7 m – Wohnmobil und zweitens fuhren sie im Hochsommer und nicht Mitte April, kurz nach der Schneeschmelze …

Eigentlich muss ich jetzt ehrlich sagen, dass ich mir gar nichts überlegt hatte und einfach die Abzweigung ins Rosenlauital genommen habe. Wie meistens in solchen Fällen war die Straße am Anfang noch ziemlich breit und gut befahrbar. Dann wurde sie steiler und auch schmaler. Das erste Mal ins Zweifeln kam ich, als uns mitten im Wald wegen Baumschlagarbeiten eine rote Ampel stoppt, vor der ich natürlich anhielt. Hier war aber die Straße so schmal, dass ein von oben nach unten fahrendes Fahrzeug nur schwerlich an unserem Wohnmobil vorbei gekommen wäre. Wir hatten aber Glück und es kam kein Fahrzeug runter. Als wir an den Holzarbeitern dann vorbeifuhren, wurden wir mit komischen Blicken verfolgt – nie ein gutes Zeichen …

Danach kam uns ab und zu ein PKW entgegen, aber dank einiger Ausweichen und ein paarmal hin- und herfahren war das auch kein großes Problem. Ein größeres Fahrzeug hätte uns da schon mehr Kopfzerbrechen bereitet.

Wir kamen immer weiter den Berg hoch, ließen die letzten Häuser hinter uns, passierten ein unbemanntes Mauthäuschen, zahlten CHF 4,– für etwaige Parkplatzaktivitäten auf den nächsten Kilometer und weiter ging die flotte Fahrt …

Naja – so flott auch wieder nicht: Die Straße wurde noch schmäler, noch steiler und – und das war jetzt auch nicht gerade vertrauenserweckend – wir kamen in die Schneeregion. Zuerst nur neben der Straße, danach immer mehr auch auf der Straße. Eng – steil – Schnee – und teilweises Durchdrehen unserer Allwetterreifen, das ist eine Kombination, bei der meine allerliebste Gattin auf dem Beifahrersitz zu Verkrampfungen neigt, besonders dann, wenn es auf ihrer Seite etwas in den Abgrund geht. Wir schraubten uns die Serpentinen hoch, ein Umdrehen war mit unserem Wohnmobil auf Grund von fehlenden Möglichkeiten keine Option …

Leicht schwitzend – Gott sei Dank ohne Gegenverkehr – erreichten wir trotzdem über eine letzte Schneefahrbahn eine wunderbare Hochebene. Hier fragten wir einen älteren Einheimischen, der gerade eine Skitour beendet hatte, nach der Gletscherschlucht. Etwas mürrisch sagte er uns: „Ja, ja – die Gletscherschlucht ist ca. noch eine Viertelstunde weiter hoch“ – unsere weitere Frage, ob ich denn da mit unserem Wohnmobil noch hochkommen würde, beantworte er mit „Sicherlich nicht …!“

Würde ich an seiner Stelle sein, würde ich mich wahrscheinlich auch über diese unvernünftigen Touristen wundern, die mit ihrem Wohnmobil im Spätwinter hier herauf fahren müssen – ich würde aber wahrscheinlich ein wenig weniger mürrisch sein.

Trotzdem fragte ich den Schweizer noch, ob wir zu Fuß zur Gletscherschlucht gehen könnten. Er blickte uns von oben bis unten an und sagte: „Könnten schon, aber das hat wenig Sinn, weil die Gletscherschlucht um diese Jahreszeit sowieso noch geschlossen ist …“

Da blieb und nichts mehr anderes übrig, als wieder umzudrehen und die ganze Straße wieder retour runter zu fahren. Auch bei der Talfahrt waren uns die komischen Blicke der Holzarbeiter sicher …

Lauterbrunnen

Nach diesen misslungenen Versuch, die Bergwelt der Schweiz zu erkunden – fahren wir nun auf breiten Straßen hoch nach Lauterbrunnen, wo ein großer Wasserfall das Dorf prägt.

Da es noch zu Früh für einen Übernachtungsplatz ist, fahren wir gleich nach Grindelwald weiter, wo wir morgen das Jungfrau-Gebiet erkunden wollen …

Lauterbrunnen
Übernachtungsverbot im gesamten Grindelwald ...
... parken gegen Gebühr erlaubt ...

Am Abend erreichen wir Grindelwald und hier wird schnell klar: Tourismus wird groß geschrieben, ABER freistehen – wie wir es lieben, ist hier ein Ding der Unmöglichkeit, weil im gesamten Gemeindegebiet oder gar im ganzen Tal – VERBOTEN! Der Campingplatz, den wir finden, ist leider geschlossen … Nachsaison …

Außerdem findet man Platz zum Parken nur auf den Parkplätzen (sagt ja der Name schon …) der großen Seilbahnen gegen Gebühr. 

Nebenerwerbsbauer ...

Also verlassen wir nach einer kurzen Pause und einem kleinen Plausch mit Wohnmobilkollegen aus Deutschland, die zum Rodeln hierher gefahren sind, wieder den Ort. 

Sonja hat bei der Herfahrt irgendwo ein Schild für Wohnmobile gesehen, dass wir auch nach einiger Suche wieder finden. An der Ortseinfahrt haben wir die Auswahl für eine Übernachtung bei einem Bauern mit Schweinezucht oder etwas Abseits der Hauptstraße bei einem Bauern mit Kuhhaltung. 

Wir entscheiden uns auf Grund der Geruchsfrage für den Kuhbauern und können nun – zusammen mit einem weiteren Wohnmobil aus Deutschland – zu einem Preis von CHF 30,– pro Nacht – direkt vor dem Misthaufen nächtigen. 

Übernachtungsplatz Rubi-Bauer
Privatparkplatz vor dem Bauernhof (Misthaufen)
CHF 30,-- pro Nacht
Schwendi-Grindelwald
GPS: N 46,62974° O 8,00294°
Tag 4
DI. 12.04.2022
Vormittag: Sonnig + 18° C
Nachmittag: Sonnig + 20° C
Ausflug Grindelwald - Jungfrau Region
Beginn: 08:00 Uhr - Ankunft: 16:05 Uhr
Ausflugszeit: 08 Stunden 05 Minuten
Weiterfahrt Richtung Matterhorn
Abfahrt: 16:20 Uhr - Ankunft: 19:08 Uhr
Reisezeit: 02 Stunden 48 Minuten
Grindelwald - Fully
755 - 958 km (203 km)
Radtour nach Grindelwald
Grindelwald

So – heute soll es rauf auf die Jungfrau gehen – also quasi in die Jungfrau Region mit den klingenden Bergnamen wie z.B. Eiger (3967 m), Jungfrau (4158 m) und Mönch (4107 m) und viele andere mehr …

Unser Hausherr vom Misthaufen-Stellplatz, der Rubi-Bauer – ein wirklich netter Schweizer – gab uns noch wertvolle Tipps für unseren heutigen Tagesausflug. Mit unseren neuen E-Bikes sind die paar Kilometer zum Terminal in Grindelwald kein Problem. Wir parken die Räder – gut gesichert in der Tiefgarage und sind beim Betreten des modernen Terminals beeindruckt. Die nette Dame am Ticket-Schalter verkauft uns einen Tageswanderpass-Ticket um CHF 58,– pro Person, mit dem wir alle Bahnen so oft wir wollen benützen können – außer die letzte Bahn auf das Jungfraujoch. 

Wir verbringen einen wirklich herrlichen Tag bei schönstem Wetter in der Jungfrau Region, genießen die Sonne (leichter Sonnenbrand) die wirklich wahnsinnige Bergwelt, schauen den Nachsaison-Wintersportbegeisterten zu, lassen es uns gut gehen, fahren mit den verschiedenen Bahnen rauf, runter, rüber nach Wengen, wieder zurück nach Grindelwald  und dann am Nachmittag wieder mit unseren E-Bikes zurück zum Wohnmobil …

Kleines Filmchen dazu ...

Montreux am Genfersee ...
... nicht so schöne Bauten ...

Wir wollen von dieser Idylle mehr sehen und machen uns deshalb nach dem Tagesausflug in der Jungfrau Region auf den Weg zum Matterhorn. Auf Grund der Jahreszeit und der momentanen Schneelage auf einigen Schweizer Pässen wählen wir eine Route, die über Bern, Montreux und Fully in Richtung Zermatt führt. Wir übernachten dabei auf einen – auch schön an einem künstlichen See – gelegenen Autobahnparkplatz.

Genau so wie in Grindelwald stellt man sich die Schweiz vor: Urige Einheimische mit Käse- und Fondue, Holzhütten, unbeschreibliche Bergwelten und im Tal viele, verzauberte Seen …

… aber es ist nicht überall so schön. Wir fahren auch dieses Mal an Seen vorbei, die fast völlig zugepflastert, zugebaut sind – oft mit unansehnlichen Betonbauten. Das passt so gar nicht in meine kindlichen Heidi, Geissenpeter und Alpöhi-Vorstellung und meinem bisherigen Bild von der Schweiz. Darum bin ich auch ein bisschen enttäuscht und Sonja ergeht es genauso. Aber auf der anderen Seite gibt es wohl auch in unserer Heimat genug Bausünden …

Autobahnparkplatz irgendwo vor Fully
Parkplatz kostenlos
(Autobahnrastplätze werden allgemein wegen Einbruchsgefahr nicht als Übernachtungsplätze empfohlen)
Tag 5
MI. 13.04.2022
Vormittag: Sonnig + 15° C
Nachmittag: Sonnig + 16° C
Abfahrt: 10:05 Uhr - Ankunft: 15:00 Uhr
Reisezeit: 04 Stunden 55 Minuten
Fully - Saas-Fee - Tesch
958 - 1057 - 1095 km (137 km)
Wintersportort Saas-Fee ...
Wintersportort Saas-Fee - typische Schweizer Preise ...
Saas-Fee

Es geht wieder in die Berge – dort wo die (touristische) Welt in Ordnung ist. Im Kanton Wallis, nahe der italienischen Grenze liegt Saas-Fee, ein bekannter Wintersportort. Wir haben uns die Route am Anfang unserer Reise gut überlegt und freuen uns deshalb jetzt über das Super-Wetter!

Mir fällt auf, dass viele der Schweizer Autofahrer lieber ihr Fahrzeug in der Fahrbahnmitte halten. Kommt dann z.B. so ein eher breiteres Fahrzeug wie wir mit unserem Wohnmobil daher, dann wird es in den engen Bergstraßen noch ein bisschen enger. So lange ich Platz habe, für mich kein Problem – ein paar der Eidgenossen zeigen mir ihren Unmut aber durch Lichthupe und sogar durch richtiges Hupen an. Schweizer sollen ja nach blöden Vorurteilen nach (die ich normalerweise überhaupt nicht mag …) ein bisschen mürrisch gegenüber Nichtschweizern sein und zum Lachen in den Keller gehen. Ich kann das jetzt persönlich nicht bekräftigen, aber vielleicht ist an diesen Gerüchten doch etwas dran …

Da Saas-Fee quasi autofrei ist, fahren wir am Anfang des Ortes auf den großen gebührenpflichtigen Parkplatz, auf dem man auch mit dem Wohnmobil übernachten könnte.

Der Ort bietet neben ein paar alten, erhaltenen Holzhäusern viele Geschäfte und Lokale sowie (wieder) einen beeindruckenden Panoramarundblick.

Wir genehmigen uns ein Mittagessen – die Preise sind – und das ist nicht nur ein Vorurteil – schon etwas angehoben (eine kleine Pizza bekommt man zum Beispiel nicht unter ca. € 20,–) – aber das haben wir eh von Anfang an gewusst ..

Friedhof von Tesch
Täsch

Am Nachmittag fahren wir wieder aus dem Saastal hinaus und ins nächste Tal (Mattertal) hinein. Täsch liegt ein paar Kilometer vor Zermatt, wo wir morgen zu unserem Hauptziel – dem Matterhorn fahren wollen.

Vorher checken wir am Camping Alphübel in Tesch ein und bekommen ein paar gute Tipps von der netten schweizerischen Betreiberin. Wegen der starken Schneelage hat sie den Campingplatz erst vor einer Woche aufsperren können. Auf dem Platz befinden sich hauptsächlich leicht reservierte Schweizer Gäste. Aber auch deutsche Gäste. Die meisten von ihnen haben Schi- oder Bergsteigerausrüstung dabei.

Den Nachmittag und Abend nützen wir – jetzt schon mit herrlichem Blick auf die Zermatter Berge – zum Chillen, Internet surfen und im Ort Spazierengehen.

Wiese, Duschen, WC, V/E, WIFI
Preis pro Nacht: CHF 38,--
CH-3929 Täsch
GPS: N 40,ß6574° O 7,77489°
Tag 6
DO. 14.04.2022
Vormittag: Sonnig + 16° C
Nachmittag: Sonnig + 16° C
Ausflug Zermatt - Matterhorn
Beginn: 08:30 Uhr - Rückkehr: 17:35 Uhr
Ausflugszeit: 09 Stunden 05 Minuten
Weiterfahrt Richtung Frankreich
Abfahrt: 18:15 Uhr - Ankunft: 21:20 Uhr
Reisezeit: 03 Stunden 05 Minuten
Täsch - Greyerzersee
1095 - 1275 km (180 km)
Mit den E-Bikes geht es nach Zermatt ...
Alte Holzhäuser in Zermatt ...
Alte Holzhäuser in Zermatt ...
Zermatt - Matterhorn

Auch dieses Mal fahren wir mit den E-Bikes die ca. 7 Kilometer nach Zermatt hoch. Wir besichtigen den weltbekannten – auf ca. 1610 Meter hoch gelegenen – Bergort. Die ca. 5820 Einwohner freuen sich mehr oder  weniger über ca. 2,3 Millionen Gästenächtigungen pro Jahr. In den Einkaufsstraßen findet man Souvenirs genauso wie teure Schmuck- und Uhrengeschäfte oder McDonalds, wo wir uns ein Eis genehmigen … 

Danach geht es wieder mit verschiedenen Bergbahnen in das Matterhorngebiet. Zum Preis einer Tageskarte von CHF 90,50 fahren wir bis auf 3883 (!!!) Meter hoch auf das Kleine Matterhorn. 

Immer im Blickfeld – das 4478 Meter hohe Matterhorn. Diesen dreieckigen Fehlszahn, der frei in den Himmel ragt, muss man einmal gesehen haben. Das Matterhorn, um dem sich seit Menschengedenken Mythen und Sagen ranken.  Am 14. Juli 1865 gelang es dem Briten Edward Whymper, zusammen mit drei Bergführern und drei Engländern, den Gipfel zu erreichen. Nur drei Personen überlebten den Abstieg – seither sind rund 500 Menschen am Berg tödlich verunglückt. Jährlich versuchen 300 – 400 Personen den Gipfel zu erklimmen. Eine Begehung mit einem Bergführer kostet ca. CHF 1800,– …

Weniger gefährlicher und etwas günstiger gondeln wir im Schnee herum. Auch hier noch viele Wintersportler, die mit uns die Sonne und den schönen Tag genießen …

 

 

DAS MATTERHORN ...

Ausreichende Bebilderung unseres Ausflugstages ins Matterhorn-Gebiet :

Radausflug in der Nähe von Zermatt ...
Radausflug in der Nähe von Zermatt ...

Also das war jetzt schon ein sehr einprägendes Erlebnis in den Schweizer Bergen: 22 Schweizer Hauptgipfel liegen auf Zermatter Gebiet. Wir kommen zwar auch aus den Bergen und unser Hausberg, der Hohe Göll ist 2522 Meter hoch, Sonja und ich waren da auch schon mehrmals oben, aber wenn man bedenkt, dass das Matterhorn fast noch einmal 2000 Meter höher ist, beginnt man schon zu staunen. Ich weiß jetzt nicht, was jetzt das absolute Highlight bei diesem wunderbaren Ausflug war: Das Matterhorn – die Fahrt auf das Kleine Matterhorn – das Gesamtpanorama – das Aussichtsplateau und die höchste Bergstation Europas auf 3883 Meter oder der Gletscher-Palast. Ich glaube, alles zusammen wird uns lange in Erinnerung bleiben …

Unser wunderbarer Tagesausflug zum Matterhorn endet mit der Rückfahrt zu unserem Wohnmobil. Wir finden noch einen schönen Aussichtspunkt auf den Glacier Express und einer schönen Holzbrücke über einen Gebirgspass.

Am Campingplatz angekommen überlegen wir uns die weitere Route. Bei unserer heurigen Südfrankreichreise wollten wir ursprünglich Colmar im Elsass besuchen, wegen einer kurzfristigen Planänderung meinerseits konnte dies damals nicht durchgeführt werden. Also beschließen Sonja und ich spontan, dies in den noch verbleibenden paar Tagen nachzuholen …

Die Chefin am Campingplatz berechnet uns nur einen Tag, obwohl wir erst um 18:15 Uhr den Platz verlassen – ziemlich nett von ihr.

Bei der Weiterfahrt Richtung Frankreich verabschiedet uns in einem Kreisverkehr das Modell des Matterhorns …

Übernachtungsplatz Autobahnparkplatz Greyerzersee
(Autobahnrastplätze werden allgemein wegen Einbruchsgefahr nicht als Übernachtungsplätze empfohlen)
Tag 7
FR. 15.04.2022
Vormittag: Sonnig + 20° C
Nachmittag: Sonnig + 22° C
Abfahrt: 10:05 Uhr - Ankunft: 15:30 Uhr
Reisezeit: 05 Stunden 25 Minuten
Greyerzersee (CH) - Colmar (F)
1275 - 1484 km (209 km)
Abendessen in Colmar
Colmar

Nach dem Frühstück geht es gemütlich in den französischen Elsass nach Colmar weiter, wo wir am Nachmittag eintreffen. Es ist verflixt: Schon vor ein paar Jahren konnten wir wegen Überfüllung den bekannten Stellplatz am Hafen nicht besuchen. Dieses Mal ist er wegen Umbauarbeiten geschlossen. Über park4night finden wir 3 Kilometer außerhalb von Colmar einen netten Übernachtungsplatz vor einem Stromhäuschen. Den restlichen Tag verwenden wir zu einem Besuch von Colmar und einem traditionellen Abendessen in der bekannten Stadt …

Übernachtungsplatz Nähe Colmar
Geschottert, ca. 3 Kilometer bis zum Staddtzentrum
kostenlos
F-68000 Colmar, Chem. du Dachsbuhl
GPS: N 48,06301° O 7,37500°
Tag 8
SA. 16.04.2022
Vormittag: Sonnig + 19° C
Nachmittag: Sonnig + 20° C
Abfahrt: 16:30 Uhr - Ankunft: 20:47 Uhr
Reisezeit: 04 Stunden 17 Minuten
Colmar (F) - Übernachtungsplatz (D)
1484 - 1797 km (313 km)
Radtour um Colmar
Radtour nach Breisach (D)

Den wunderschönen Samstag nützen wir zu einer Radtour mit unseren E-Bikes. Die Fahrt geht über 65 Kilometer entlang von Treppelwegen an Kanälen nach Breisach am Rhein (D). 

Nach einer kurzen Erholungsphase starten wir die Heimfahrt mit unserem Wohnmobil. Weil ich eigentlich nach der Radtour ein bisschen müde bin, suchen wir uns gegen 21:00 Uhr irgendwo in Deutschland einen Übernachtungsplatz …

Tag 9
SO. 17.04.2022
Vormittag: Sonnig + 22° C
Nachmittag: Sonnig + 24° C
Abfahrt: 09:55 Uhr - Ankunft: 13:00 Uhr
Reisezeit: 3 Stunden 55 Minuten
Übernachtungsplatz (D) - Kuchl (A)
1797 - 2077 km (280 km)

Mit der Heimfahrt über deutschen Autobahnen lassen wir unseren Schweizurlaub  gemütlich ausklingen …

Reise-Resümee: 

Osterreise Schweiz

Man merkte bei unserer spontanen Osterreise doch, dass wir ziemlich unvorbereitet in diese Woche gegangen sind. Das machte sich ab und zu in einem Zickzackkurs und bei der Suche nach Übernachtungsplätzen bemerkbar. Auch die etwas misslungene Bergfahrt bei Schnee und engen Straßen nach Rosenlaui ist dem geschuldet. Egal – es war trotzdem eine interessante Tour. 

Wir sahen wunderschöne Landschaften, herrliche Seen, gigantische Berge, Bausünden, zubetonierte Ufer – wir lernten nette, offenherzige Menschen kennen, wunderten uns aber auch über mürrische, griesgrämige, unfreundliche Typen. Die Preise für Essen und Sehenswürdigkeiten sind wirklich um einiges höher als bei uns – aber das weis man auch schon im Voraus …

Wir hatten eine schöne Reise, wir werden nicht jedes Jahr in die Schweiz zu den Schweizern fahren aber das Meiste, das wir gesehen haben hat uns sehr gefallen …