Reiseberichte der Familie Unterwurzacher

Rumänien - Teil 1

Teil 1 – 15.08. bis 18.08.2021

Gesamtroute 15. bis 28. August 2021

2021 - Rumänien-Rundreise

Gesamtroute:

Kuchl (A) – über Ungarn – Denta (RO) – Eiserne Tor – Transilvanien – Camping Silvia (Sadova Veche) – Herkulesbad – Salzseen Salzburg (Ocna Sibiului) – Hermannstadt (Sibiu) –  Transfogarascher Hochstraße (Transfăgărășan) – Lac Vidraru – Rotunda – Festung Poenari – Bukarest (Bucuresti) – Vadu Beach (Schwarzes Meer) – Murighiol – Donau Delta – Schlammvulkane Berca – Bran (Törzburg – Dracula-Schloss) – Pupea – Salzbergwerk Turda (RO) –  über Ungarn – Lutzmannsburg (A) – Gmünd – Kuchl – 4447 km

VORWORT

Wer – BITTE – fährt mit dem Wohnmobil in den Urlaub nach Rumänien ???

WIR – Sonja und ich !!!
Selten haben uns die Menschen, denen wir erzählt haben, dass wir heuer nach Rumänien fahren, mit so fragenden Augen angesehen. Selten, sind wir mit so vielen Vorurteilen konfrontiert worden und selten sind wir sooft gefragt worden: Warum Rumänien?

Ich habe nicht allen geantwortet, aber für mich war es vollkommen klar, dass wir uns lieber selber ein Bild machen wollen, weil:
– Rumänien noch ein jungfräuliches Land auf meiner Womo-Europakarte war …
– ich schon lange mit dem Gedanken an eine Rumänienreise spielte …
… und deshalb alle entsprechenden Reiseberichte  mit großem Interesse verfolgte …
– Land, Natur und Leute mich faszinierten …
– ein bisschen Abenteuer immer reizvoll sein kann …
– …

… und dann kam unsere äußerst nette, liebenswerte und verlässliche Kollegin, namens Katrin – von ihrem Urlaub zurück und fragte uns, warum wir denn nicht in den Urlaub fahren – sie könnte familiär und mit ihren Kindern alles so regeln, dass sie Zeit hätte, auf unser Geschäft aufzupassen …

… und dann ging (wie sooft …) alles sehr schnell:
– Meine liebste Ehefrau Sonja gefragt, ob wir den so kurzfristig abhauen sollen …
– Familie gefragt: ob das in Ordnung wäre  ,,,
. Donnerstag – Reiseführer gekauft …
– Freitag – die Entscheidung getroffen ….
– Samstag – Wohnmobil gepackt …
– Sonntag – abgefahren …

Daten:
– Österreich: 8,93 Mio. Einwohner, 83.882 km2 Fläche, 106 Einwohner/km2, Wien;
– Ungarn: 9,73 Mio. Einwohner, 93.036 km² Fläche, 105 Einwohner/km², Budapest;
– Rumänien: 19,40 Mio. Einwohner, 238.391 km² Fläche, 85 Einwohner/km², Bukarest;

Reiselektüre/Reisevorbereitung:
– Fam. Ausweger/Hallein
– Womo-Verlag: – Mit dem Wohnmobil nach Rumänien
– Iris und Uwes Womo Welt – Rumänien 2019
–  Tipps aus vielen Internetseiten und Foren …

Die Anfahrt ...

2021_RU_0040b
1. Tag - bis Wien
2021_RU_0050b
2. Tag - durch Ungarn bis Rumänien

15.08. – 16.09.2021

Kuchl – Ungarn – Rumänien 
1056 km

Tag 1
So. 15.08.2021
Abend: Gewitter + 34° C
Abfahrt: 20:21 Uhr - Ankunft: 23:46 Uhr
Reisezeit: 03 Stunden 25 Minuten
Kuchl (A) - A21 Nähe Alland
0 - 323 km
Extremes Gewitter am Sonntagabend ...

Heute, am Feiertag – Maria Himmelfahrt – an dem normalerweise unser Feuerwehr-Seefest jährlich stattfindet – aber was ist in Coronazeiten schon normal – an diesem Sonntag wollen wir eigentlich am späteren Nachmittag in Richtung Rumänien aufbrechen …

… aber ein starkes Gewitter mit Hagelgefahr lässt uns die Abreisezeit nach hinten verschieben …

Übernachtungsplatz irgendwo kurz nach Alland vor Wien ...
Parkplatz, kostenlos
(Autobahnrastplätze werden allgemein wegen Einbruchsgefahr nicht als Übernachtungsplätze empfohlen)
Tag 2
Mo. 16.08.2021
Vormittag: Sonnig + 37° C
Nachmittag: Sonnig + 39° C
Abfahrt: 07:10 Uhr - Ankunft: 21:44 Uhr
Reisezeit: 14 Stunden 34 Minuten
Alland (A) - durch Ungarn - Denta (RO) - Donauufer
323 - 1056 km (733 km)
Kurz nach der Grenze zu Rumänien ...
Anfahrt ...

Heute geht es Großteils auf Autobahnen zügig durch Ungarn. 

Kurz vor 16:00 Uhr erreichen wir die Grenze zu Rumänien (ca. 1/2 Stunde Wartezeit). Schon bei der Anfahrt und speziell hier an der Grenze fällt auf, dass viele Klein-LKW’s mit Anhänger und einen importierten PKW drauf, unterwegs sind …

In der ersten größeren Stadt -Arad – holen wir uns ein paar rumänische Leu (Rumänien gehört zwar seit 2007 zur EU, hat aber trotzdem noch eine eigene Währung – 1 Euro ist ca. 5 Lei). Hier lernen wir zum ersten Mal andere Straßenzustände als bei uns üblich sind, kennen …

Besonders aufpassen muss man an Bahnübergängen, die sehr häufig vorkommen. Vorher abbremsen und langsam drüber – das ist unbedingt notwendig …

Auch unser erstes Pferdefuhrwerk lässt nicht lange auf sich warten. Bis auf ein paar alte Schrottkisten, sieht man an Hand, der auf der Straße fahrenden Fahrzeuge keine großen Unterschiede zu Österreich oder Deutschland …

Voksfest in Denta ...

Auf der Fahrt in den Süden Richtung Donau bemerken wir in einem kleinen Ort namens Denta, bei der Durchfahrt eine Art „Dorffest“, mit allem was dazu gehört: Verkaufsstände, viele – eigentlich nur Einheimische, Essen und Trinken und der „Dorfarme“ ist auch anwesend …

Sollen wir oder sollen wir nicht? Natürlich sollen wir, so etwas lassen wir uns nicht entgehen – also rasch umgedreht und rein ins Getümmel …

Das Essen ist zwar nur lauwarm, die Musik und das gezapfte Bier dafür hervorragend – ein netter Zwischenstopp, bevor es weiter geht, an das Ufer der Donau, wo wir unter mehreren Möglichkeiten einen geeigneten und idyllischen Übernachtungsplatz finden …

Parkplatz neben der Donau
Schotter, neben der Straße - in der Nacht aber verhältnismäßig ruhig
Kostenlos
Ca. 10 km nach RO-325550 Moldova Veche
GPS: N 44,66992° E 21,68415°
Tag 3
Di. 17.08.2021
Vormittag: Sonnig + 35° C
Nachmittag: Leicht bewölkt + 30° C
Abfahrt: 09:50 Uhr - Ankunft: 18:49 Uhr
Reisezeit: 08 Stunden 59 Minuten
Donauufert - Eiserne Tor - Sadova Veche
1056 - 1223 km (167 km)
Unsere Strecke am 3. Tag ...

Nach einer ruhigen Nacht erwachen wir und genießen den morgendlichen Blick direkt auf die Donau …

Wir genießen das Frühstück – es ist – so wie bei der Anreise – auch heute wieder sehr warm, um die 35 Grad, aber es weht ein starker, kühlender Wind neben der Donau. 

Wir wollen heute zum „Eisernen Tor“ – Diese Durchbruchsstelle der Donau liegt in den Südkarpaten und bildet hier die Grenze zwischen Rumänien und Serbien. Sie galt früher als der gefährlichste Flussabschnitt der Donau und konnte nur mit Hilfe von ortskundigen Lotsen durchquert werden.

Erst mit dem Bau des ersten Kraftwerkes im Jahr 1972 wurde die Fluss-Durchfahrt allmählich entschärft.

Bis dahin führt die schöne Strecke ca. 90 Kilometer entlang der Donau, vorbei an vielen Fischern, die dem Fluss ihre Schätze entlocken wollen …

Unsere Strecke am 3. Tag ...
Eiserne Tor

Es ist fast wie eine Reise durch die Zeit. Von der serbischen Seite her grüßt die vielumkämpfte Burg Golubac (Taubenburg) aus dem 14. Jahrhundert, aber auch alte Wehranlagen aus den Weltkriegen sind zu sehen.

Die Uferregionen, sowohl in Serbien wie auch in Rumänien, sind heute als Naturschutzgebiete ausgewiesen und ein Paradies für Wasservögel. Beim Aufstau der Donau für den Kraftwerksbau versanken 17 Dörfer bis zu 40 Meter unter dem heutigen Wasserspiegel. Rund 25.000 Menschen wurden umgesiedelt.

Unser Ziel ist die 43 Meter hohe Steinstatue des Dakerkönigs Decebalus, die imposant über der Donau thront. Vom Kloster Markonia bis hierher herrscht reges Treiben und wir finden fast keinen Parkplatz …

Hier gibt es Verkaufsbuden, Stände mit Gelegenheiten zum Essen und Trinken, man kann das Kloster besichtigen, hat eine herrliche Aussicht auf die Donau und kann Bootstouren unternehmen …

Ein kleines Filmchen über die Bootstour …

Die Bootstour selber ist absolut zu empfehlen. Vom Wasser aus hat man einen wunderbaren Blick auf die mächtige Steinstatue von Dakerkönig Decebalus, fährt mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung, mal bedächtig, mal so schnell, dass die spärlichen Haare im Wind wehen, kann die Tafel des Traian (Tabula Traiana) bewundern, die 100 n. Chr. hier in Stein gemeisselt wurde und Höhlen und dergleichen Ähnliches bestaunen. Die Preisverhandlungen zu diesem Vergnügen waren im Vorfeld für uns etwas ungewöhnlich. Keiner der vielen Anbieter konnte auf Deutsch, Englisch oder Rumänisch einen konkreten Betrag nennen – das hänge von der Anzahl der Mitreisenden, von der Dauer der Fahrt, von der Anzahl der anzufahrenden Sehenswürdigkeiten, von der PS-Stärke des Bootsmotors und wohl auch vom der guten Laune des Kapitäns ab. Nach der Bootsfahrt bezahlten wir umgerechnet ca. € 9,– pro Person und erfuhren unter der Hand, dass wohl alle Boote einem einzigen Besitzer gehören sollen …

Nach der schönen Bootsfahrt bekommen wir am Handy eine Warnung, dass unser Datenvolumen in Bälde überschritten wird – mag da die unmittelbare Grenze zu Serbien schuld sein? Zusätzlich bekommen wir Probleme mit der Stromversorgung und steuern deshalb einen Campingplatz an, den wir über Park4night ausfindig gemacht haben …

Zwischengeschichtl – „Zigeuner“…

Auf der Fahrt zum Campingplatz Silvia lotst uns Park4night oder unser Navi in ein kleines, abseits der Landstraße gelegenes Dörflein. Ein typisches Straßendorf, links und rechts der Straße stehen kleine, teilweise alte, meist zusammengebaute Häuser, die alle einen Hinterhof besitzen. Auf beiden Seiten der Straße begrenzt ein kleiner Graben, früher vielleicht ein Abwasserkanal, die Zufahrt. Vor den meisten Häusern – es ist kurz nach 18:00 Uhr – sitzen fast ausschließlich ältere Menschen auf Hausbänken und passen auf kleine, spielende Kinder auf. 

Da die mittlerweile geschotterte Straße immer enger wird, fahren wir sehr langsam durch das Dorf, eher skeptisch beobachtet von den Bewohnern – hier sind wir mit unserem großen Wohnmobil wohl an der falschen Adresse …

Als wir dann tatsächlich nicht mehr weiter kommen, winkt uns einer der Bewohner zu sich – ich zeige ihm auf dem Handy unser Ziel und er schüttelt kräftig den Kopf. Lang und breit erklärt er mir … – ich habe keine Ahnung, was? Ich entschuldige mich auf englisch und deutsch und weiß in meiner Ahnungslosigkeit nicht, wie ich ihn ansprechen soll. Er merkt meine Unsicherheit, lächelt und dann höre ich: „… sag Zigeuner zu mir …“

Obwohl in der Gegend sehr viele deutschsprachige Rumänen leben, spricht  er selber nicht so gut Deutsch, aber ich verstehe zumindest, dass sie zur Volksgruppe der Roma gehören und wir hier völlig falsch sind. Er beauftragt seinen Vater, der gerade mit dem Enkel von der Feldarbeit nach Hause kommt, uns den richtigen Weg zu zeigen und dieser fährt, nachdem ich auf der engen Straße unter Beobachtung und Anweisung der Dorfbewohner erfolgreich umgedreht habe, mit seinem Fuhrwerk ca. 4 km vor, um uns zum anvisierten Campingplatz zu bringen. Sonja bietet ihm zum Abschluss als Dank ein Trinkgeld an, dass er entrüstet ablehnt. Dafür freut sich der Enkel umso mehr über ein kleines Geschenk …

Wir sind dankbar für die Hilfe und dieses schöne Erlebnis …

Camping Silvia in der Nähe von Sadova Veche ...

Nach einer kleinen Irrfahrt sind wir bei Camping Silvia, in der Nähe von Sadova Veche angelangt. Das Motel verfügt über ein Restaurant, einer Bar, einem Swimmingpool, einem riesigen Parkplatz und einem Garten, der als Campingplatz dient.

Vom Seniorchef – der beachtlich gut Deutsch spricht – werden wir eingewiesen. Im Garten – sprich Campingplatz – befinden sich bereits zwei Wohnmobile – eins aus Deutschland und eins aus Spanien – das sind übrigens die ersten Wohnmobile, die wir seit der Ankunft in Rumänien, sehen …

Zwischengeschichtl – „Deutschböhmen“…

Der sehr redefreudige Seniorchef – ich nenne ihn „Adam“ – zeigt uns den Stromanschluss, das kleine WC direkt im Garten und den Platz zum Waschen inklusive Trinkwasseranschluss. Außerdem lobt er die ausgezeichnete Küche des Restaurants und freut sich, dass er Gäste aus Österreich begrüßen darf.

Während Sonja unser Wohnmobil wieder auf Vordermann bringt,  frage ich Adam, warum er so gut Deutsch spricht und da geht der Wortschwall erst so richtig los: Adam  gehört zu den „Deutschböhmen“ oder „Banater Schwaben“, die vor gut 200 Jahren aus der Habsburgermonarchie aus- und hier – es sind die vier Dörfer Wolfsberg (Garana), Weidenthal (Brebu Nou), Lindenfeld (Lindenfeld) und eben Alt-Sadova (Sadova Veche) – angesiedelt wurden – also quasi fast Landsleute von uns 

In diesen vier Dörfern leben noch verhältnismäßig viele Menschen dieser Bevölkerungsgruppe und alle sprechen immer noch Deutsch als zweite Muttersprache. Neugierig fragt er uns, was unser Autokennzeichen „SHOE 1“ bedeutet. Als ich ihm erzähle, dass ich von Beruf Schuhmacher bin und wir zu Hause ein kleines Schuhfachgeschäft betreiben, kennt seine Freude kaum noch Grenzen: Auch er ist gelernter Schuhmacher und hat sich zu Zeiten von Ceaușescu’s Diktatur mit handgemachten, exquisiten Lederschuhen für die feine Gesellschaft – nach eigenen Aussagen – damals eine goldene Nase verdient. Er hatte bis zu 17 Angestellte und mit dem verdienten Geld dann dieses Hotel gekauft und aufgebaut.

Jetzt ist Adam nur mehr „Bademeister“ und zuständig für den Campingplatz, weil er auch selber stolzer Besitzer eines Wohnmobils ist. Einer seiner Söhne hat das Hotel übernommen, sein zweiter Sohn lebt mit seiner Familie in Wien, seine Tochter mit Familie in Graz. Im Urlaub besuchen Kinder und Enkelkinder die Großeltern in Rumänien. 

Wir sprechen lange mit dem netten Herrn und erfahren so viel über Land und Leute. Zum Beispiel, dass in der Ceaușescu-Ära fast das ganze stattliche Geld in die Hauptstadt Bukarest und diverse Prachtbauten der Herrscherfamilie geflossen ist und die Landbevölkerung vergessen und stark benachteiligt wurde. Die ersten Aufstände gegen das Regime seien im Dezember 1989 aus dieser Gegend organisiert worden und haben schließlich zum Sturz und Hinrichtung von Nicolae und Elena Ceaușescu am 25. Dezember 1989 geführt. 

Das Land erholt sich seitdem nur sehr langsam und ist 2007 der europäischen Union beigetreten.  Seit dem wird versucht, die Bildung und besonders das Studium an Universitäten zu forcieren. Viele junge Leute studieren – gehen dann aber sehr oft ins Ausland, weil im eigenen Land dir Löhne so niedrig sind.

Besonders bedauert Adam die Ärmsten der Armen, die fast nicht anders können und von der „Mafia“, wie Adam es nennt, gezwungen werden, im Ausland zu betteln. Sie werden in Rumänien eingesammelt, müssen für ein paar Wochen z.B. in Österreich oder Deutschland betteln, und „dürfen“ dann wieder für eine Woche zurück in ihre Heimat. Das erbettelte Geld müssen sie abgeben und bekommen nur einen geringen Teil als „Lohn“ zurück.

Aber Adam lebt gerne in Rumänien – trotz vieler Rückschläge geht es langsam aufwärts, sagt er. In seiner kargen Freizeit unternimmt er mit seinem Wohnmobil Ausflüge im eigenen Land. Zum Abschluss gibt er uns noch Geheimtipps für unsere weitere Wohnmobiltour durch Rumänien und wir lernen noch ein paar rumänische Begriffe …

Zünftiges rumänisches Essen ...

Nach dem ausführlichen und interessanten Gespräch mit dem Seniorchef brauchen wir eine Stärkung – und die holen wir uns im Restaurant bei einer kräftigen Hausplatte, serviert von einer sehr netten Kellnerin, mit der wir unsere frisch gelernten Rumänisch Kenntnisse vertiefen. Die Platte für Zwei und ein paar Getränke um umgerechnet lächerliche €16,–  …

Anschließend verbringen wir einen ruhigen Abend mit der Planung für unsere weitere Reise – natürlich fließen die Tipps von Adam mit ein …

Gebühr € 10,-- für eine Nacht, Wohnmobil und zwei Personen, mit Strom
WC, Waschgelegenheit, Trinkwasser, Entsorgung
Jud Caras Severin sat Sadova Veche nr157 Sat Sadova Veche RO-327363
GPS: N 45,25470° E 22,29473°
Tag 4
Mi. 18.09.2021
Vormittag: Leicht bewölkt + 26° C
Nachmittag: Leicht bewölkt + 26° C
Abfahrt: 10:05 Uhr - Ankunft: 19:30 Uhr
Reisezeit: 08 Stunden 25 Minuten
Sadova Veche - Salzburg Salzseen (Ocna Sibiului)
1223 - 1611 km (388 km)
Eine längere aber trotzdem auch sehr schöne Tagesetappe ...

Wir haben das Wasser aufgefüllt und die Störanzeige am EBL ist Gott sei Dank wieder verschwunden. Nach telefonischer Rücksprache mit unserm Bürstnerhändler in Österreich haben wir alle Fehlerquellen überprüft – und sind zusammen zur Erkenntnis gelangt, dass der Fehler auf Grund der sehr hohen Temperaturen und der darauf erfolgten sehr starken Belastung von Kühlschrank und Dachventilator zurück zu führen sei …

 

Immer wieder: Pferdefuhrwerke ...

Heute wollen wir nach Salzburg – NEIN, nicht nach Hause, zrück nach Österreich …

Auch in Rumänien gibt es ein Salzburg und – wie der Name richtig sagt – geht es hier um Salz – ehr dazu später …

Vorerst müssen wir da mal hinkommen und auf Anraten von dem netten Seniorchef  nehmen wir nicht die kurze Strecke über die Autobahn, sondern fahren die schöne Strecke auf Landstraße über Herkulesbad …

Immer wieder: private Verkaufsstände ...

Auf der doch 388 km langen Fahrt (… um ca. 160 km mehr, als über die Autobahn – aber wir haben ja Urlaub und wollen etwas vom Land sehen …) geht es vorbei, an vielen privaten Ständen, wo von der Bevölkerung Melonen, Honig oder sonstiges Selbstangebautes verkauft wird. Vorbei an verlassenen  Mega-Hotelbauten in Herkulesbad, einem ehemals sehr bekannten Heilbad, wir klettern mit unserem Wohnmobil auf engen Straßen hoch ins Gebirge, zapfen selbst aus einer Heilquelle gutes Wasser und bestaunen eigenartige Felsformationen …

Salzburg in Rumänien
Campingplatz Julia
Eingang und Hinweise zu den Salzseen ...
Neben den Salzseen gibt es viele verschiedene Verkaufsstände, Restaurants und Imbissbuden ...
Salzburg (Ocna Sibiului)

Wir checken am Campingplatz Julia ein. Nicht, weil er so heißt wie unsere liebe, kleine Enkelin – sondern, weil er direkt neben den berühmten Salzseen liegt.

Der Kurort Salzburg liegt ca. 15 km von Hermannstadt (Sibiu) entfernt. Der Ort wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt und seit Jahrhunderten von Siebenbürger Sachsen besiedelt. Mit der Eröffnung des ersten Bades im Jahr 1845 entwickelte sich Salzburg immer mehr zu einem Kurort. Heute leben in der Kleinstadt Salzburg etwa 3.500 Einwohner. Sehenswert sind die zahlreichen Hotels und Pavillons des Kurbetriebes und mehrere Salzseen.

Sonja und ich nützen die schöne Abendstimmung hier in Siebenbürgen, um die Seen und den Ort zu besichtigen. Früher wurde hier Salz abgebaut, jetzt dienen die daraus entstandenen Salzseen als Natur- und Kurbad. Am Abend sind die Tore geöffnet und wir spazieren durch die große Anlage …

Sonja lässt sich noch einen typischen Baumstammkuchen oder Baumstriezel (Colac secuiesc) schmecken, bevor wir uns zur Ruhe begeben …

Der See mit dem größten Salzgehalt ...
Kurhotel ...
Schöne Abendstimmung in Siebenbürgen ...
Camping Julia
Große Wiese vor einer Pension, WC, Sauna, Kaffee-und Getränkeautomaten, Strom, Wasser
Gebühr € 10,-- für eine Nacht, Wohnmobil und zwei Personen, ohne Strom
Strada Minei 7 Ocna Sibiului RO-555600
GPS: N 45,87311° E 24,063916°

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